Eine Spurensuche mit exzellenten Künstler:innen, die über Mitteldeutschland hinaus reichte
Auf Spurensuche ging es auch abseits der Residenzkonzerte. Namhafte und hochkarätige Künstler:innen und Ensembles aus dem In- und Ausland begeisterten in allen Schütz-Orten Mitteldeutschlands ein breit gefächertes Publikum. Minutenlanger Applaus und stehende Ovationen füllten die Kirchen und Säle, wenn die Künstler:innen die von Interimsintendant Gerd Amelung definierten thematischen Säulen des Heinrich Schütz Musikfests 2026 mit Klang und Leben erfüllten. „Spuren“ folgte Schütz als Lehrer und Kollege, „Export“ begleitete seine Musik in die europäische Nachbarschaft. „Renaissance“ spürte der Wiederentdeckung im 19. und 20. Jahrhundert nach und „Experiment“ erkundete, wie Schütz heute weitergedacht wird. Die facettenreichen Konzert- und Veranstaltungsprogramme zeigten Schütz’ Musik nicht als museales Erbe, sondern als lebendigen Kosmos.
Der Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize gab sein erstes Weißenfels-Gastspiel seit 28 Jahren, der Dresdner Kammerchor umrahmte – geleitet von Hans-Christoph Rademann – die Verleihung des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises. Weitere renommierte Ensembles wie die lautten compagney BERLIN oder das Johann Rosenmüller Ensemble bereicherten das Musikfest mit ihren Konzerten.
„Kostbare analoge Momente“
Projektleiterin Hanna Viehöfer-Jürgens:
„Dies war inhaltlich-konzeptionell, aber auch organisatorisch ein besonderes Musikfest. Es führte dieses etablierte und hochgeschätzte Festival, das einen festen Platz im Kalender vieler Barockmusik-Freunde aus Nah und Fern hat, überaus stimmig und erfolgreich fort, dass einmal mehr erwiesen ist: Wo viele Menschen ihr Wissen, ihre Begeisterung und ihre Kraft einsetzen, da entstehen die so kostbaren analogen Momente der Begegnung und Gemeinschaft, die wir in diesen Tagen brauchen.“