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Silvester Festkonzert

Fulminant von Klassik bis Improvisation

Silvester-Festkonzert für Orgel und Trompete

Duo Fehse-Wilfert zum Abschluss des Festjahres

Jonas Wilfert wurde 1991 geboren und wuchs in Hohburg bei Leipzig auf. Seit frühester Kindheit war ihm klar, dass seine Leidenschaft der Kirchenmusik gilt. Bereits im Grundschulalter begleitete er regelmäßig Gottesdienste an der Orgel.
Ab dem 6. Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht und eine umfangreiche musikalische Ausbildung durch Horst Anders. Mit zwölf Jahren bekam er ersten Orgelunterricht von Marcus Friedrich. Sehr geprägt wurde er von seinen Lehrern Elmar Lehnen und Matthias Eisenberg. Das Studium der Kirchenmusik und der Orgelimprovisation bei Wolfgang Seifen führten Jonas Wilfert nach Berlin, wo er seit 2016 Regens chori und Organist an der historischen Hill-Orgel in St. Afra ist.
Als Solist trat er unter anderem beim Leipziger Bachfest, den Leipziger Wagner-Festtagen, im Berliner Dom und im Gewandhaus zu Leipzig, so wie in der Glasgow Cathedral auf. Für ein Improvisationskonzert über Wagner-Themen erhielt Jonas Wilfert ein Bayreuth-Stipendium der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Als Dirigent arbeitete er unter anderem mit dem Landesjugendchor Sachsen, dem Bach-Chor Berlin, der Sing-Akademie zu Berlin und dem Preußischen Kammerorchester. Seit 2018 ist er künstlerischer Leiter des Orchesters „Junges Ensemble Leipzig“. Darüber hinaus ist Jonas Wilfert als Musikschullehrer tätig.

Toni Fehse wurde 1989 in Leipzig geboren und spielt seit seinem 10. Lebensjahr Trompete. Zu seinen Lehrern gehörten Matthias Wiedemann und Wilfried Thoß. Ein wichtiger Mentor war für ihn Bernd Bartels (MDR Sinfonieorchester, Solotrompeter). Toni Fehse studierte Musikwissenschaft in Leipzig und von 2011-2013 Trompete an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Prof. Uwe Komischke. Nach einem Wechsel des Studienortes war er von 2013 bis 2016 Schüler von Prof. Tobias Willner (Sächsische Staatskapelle Dresden, Solotrompeter) an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden.
Engagements führten ihn u.a. zur Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, an das Theater & Philharmonie Thüringen Gera, an die Oper Erfurt, an die Staatsoperette Dresden sowie zur Neuen Lausitzphilharmonie Görlitz . 2013 debütierte Toni Fehse auch als Solist mit dem Barockorchester „Concerto Brandenburg“ in Berlin. Seit 2015 unterrichtet Toni Fehse im Fach Trompete am Heinrich Schütz Konservatorium Dresden sowie an der Musikschule Sächsische Schweiz e.V. in Sebnitz.

Orgelkonzert, Ton Koopman

Ton Koopman, Amsterdam
Botschafter der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts

Ton Koopman (1944) ist einer der letzten großen Pioniere der Alten Musik der ersten Stunde. Während seiner Karriere als Organist, Cembalist, Dirigent und Forscher wurde Johann Sebastian Bach zum Mittelpunkt seines Schaffens und Lebens. Aber auch Bachs Vorgänger Dietrich Buxtehude verlieh er seinen rechtmäßigen Platz in der Musikgeschichte. „Er erweckt Alte Musik in einem einzigartigen und erkennbaren Koopman-Stil zum Leben“, schrieb ein amerikanischer Rezensent. Koopman bleibt den Ideen des Komponisten treu: Bach soll wie Bach klingen, Buxtehude wie Buxtehude.

Foto: Foppe Schut

Mehr Informationen demnächst

„Cum tubis in pleno“

Musik von Heinrich Schütz & Zeitgenossen
Barocktrompeten Ensemble Berlin – Leitung: Johann Plietzsch

„Himmlische Klänge und weltliche Pracht – Musik zum Lobe Gottes und gleichzeitig zur festlichen Repräsentation und Erbauung der, im damaligen Verständnis fast gottgleichen
Potentaten, zeigt in einer farbigen Instrumentenbesetzung die kompositorische Meisterschaft der Hofkomponisten in Dresden, Kopenhagen, Wien und Kremsier und vermittelt einen Einblick in die musikalische Hochkultur der deutschsprachigen Höfe des 17. Jahrhunderts.

Wenn man den übergroßen Schatz an Kunst und Musik, der im 17. Jahrhundert angehäuft wurde, betrachtet, könnte man bei abgehobenem Schwärmen darüber fast eine Tatsache vergessen:
Bis auf wenige Friedenszeiten herrschte in diesem Jahrhundert verheerende Kriege und politisch-religiöse Auseinandersetzung in fast ganz Europa. Mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung fiel dem 30jährigen Krieg zum Opfer. Von den drastischen Auswirkungen auf Kunst und Kultur ganz zu schweigen.

Und trotzdem diese Fülle an Zeugnissen von künstlerischem Schaffen. War es Trotz? War es ein Überlebenswille? Eine Vorbereitung auf die erhoffte Friedenszeit? Oder ein Rückzug ins Private, in eine innere Emigration, sich abgeschirmt von der schrecklichen Realität des Krieges ein eigenes Arkadien, eine Überlebensinsel des Schönen zu schaffen und es damit zu bewahren?

Das Barocktrompeten Ensemble Berlin zeigt in diesem Programm die Meisterschaft von Heinrich Schütz und seiner Zeitgenossen in Mitteleuropa – und die große Ambivalenz von Krieg & Frieden in der Musik des 17. Jahrhunderts.

Foto: Barocktrompetenensemble Berlin

Über das Ensemble

Das Barocktrompeten Ensemble Berlin, von Johann Plietzsch 1990 gegründet, ist spezialisiert auf die Trompetenmusik von 1500 -1800. Das Repertoire des Ensembles reicht so von den frühesten überlieferten Aufzugs- und Festmusiken der höfischen Trompetergruppen über die Musik der Blütezeit der Clarinblaskunst in Europa – Ende des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts – bis zu den Trompetenpartien im Orchester der Klassik.

Den Kern des Ensembles bilden vier Barocktrompeten und Pauken. Die Zusammenarbeit mit Sängern und weiteren Instrumentalisten erlaubt es, den großen Umfang der musikalischen Möglichkeiten der historischen Instrumente – von intimster Kammermusik bis zum vollklingenden höfischen Musikgepränge  – in allen Facetten zu zeigen und so dem Zuhörer den Klangreichtum der Alten Musik sehr nahe zu bringen.

Das Barocktrompeten Ensemble Berlin arbeitete bisher bei Konzerten und Aufnahmen mit dem Bremer Barockorchester, Musica Alta Ripa Hannover, dem Sächsischen Barockorchester Leipzig, der Batzdorfer Hofkapelle, Musica Florea Prag und dem Ensemble Consortium Sedinum, Stettin zusammen. Das Ensemble konzertierte bisher beim Festival „Alte Musik Utrecht“, dem Festival „Trigonale“ (Maria Saal – Österreich), bei den Berliner Bach – Tagen, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, den Göttinger Händelfestspielen, den Musiksommerfestivals in Sachsen – Anhalt und Mecklenburg – Vorpommern, dem Musikfest auf Schloß Weikersheim, dem Hohenloher Kultursommer-Festival und war Gast der Internationalen Sommerakademie für Alte Musik Schloss Wilanow, Warschau. Konzertreisen führten das Barocktrompeten Ensemble Berlin nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien, Norwegen, Dänemark, Israel, Frankreich, Tschechien und Polen.   

Neben zahlreichen Konzertverpflichtungen und als Gast-Ensemble bei CD-Produktionen produziert das Barocktrompeten Ensemble Berlin jährlich ein bis zwei eigene Konzertprogramme, in denen, abseits vom gängigen barocken Konzertrepertoire für Trompeten, in Archiven neu entdeckte Alte Musik in sehr farbenprächtigen Besetzungen aufgeführt werden.
So erschienen beim Label Edition Raumklang die CD’s „Tromba Hispanica“ – Spanische Hoftrompeter- musik des 17. Jahrhunderts (2011), CD „The King’s Christmas“ – Weihnachten am Hof der englischen Könige (2012) und „Mr. Handel’s Trumpeters“ – Englische Trompetenmusik von Purcell bis Händel (2015).

Alle Produktionen erhielten hervorragende Kritiken in der Fachpresse und wurden europaweit im Radio gesendet.

Quelle: Barocktrompetenensemble Berlin

„Von Venedig nach Zeitz!“

Ensemble 1684, Leitung: Gregor Meyer
Barockmusikalische Botschafter

Interessant – und für manche vielleicht unerwartet – ist, dass die protestantische Kirchenmusik des 17. Jahrhunderts stark von italienischen (katholischen) Komponisten beeinflusst wurde. Auch mitteldeutsche Tonkünstler reisten beschwerlich über die Alpen, um die neuen Trends in Venedig, Rom und andernorts zu studieren und für das eigene Schaffen fruchtbar zu machen. Vor allem das einfluss-reiche Venedig mit dem Markusdom als kirchenmusikalischem Epizentrum, der aufkommenden Oper und den Protagonisten Giovanni Gabrieli und Claudio Monteverdi war immer wieder Anziehungspunkt. Bereits Heinrich Schütz (1585-1672) stand in einer längeren Tradition, als er von 1609 bis 1613 in der Lagunenstadt bei Gabrieli (1554/57-1612) studierte (ein weiterer Aufenthalt wird ihn 1628/29 auch zu Monteverdi führen). Ergebnis dieser Lehr- und Wanderjahre sind u.a. die Psalmen Davids (1619), in denen Schütz die Gabrielischen Studienfrüchte auf sein eigenes Schaffen übertrug. Von der Auseinandersetzung mit den venezianischen Modellen profitieren auch andere Tonsetzer, allen voran Johann Rosenmüller (1617/19-1684), der ab Mitte der 1640er Jahre eine breite Förderung durch den inzwischen zum Dresdner Hofkapellmeister berufenen Heinrich Schütz erfährt. Und mit dem großen Kapellmeister als Mentor wird Rosenmüller jene kompositorische Meisterschaft erlangen, die sein Werk bis heute unsterblich macht.

Foto: Heiko Preller

Über das Ensemble

„Was uns beim Staufener Konzert des Ensembles 1684 so begeistert und berührt hat, war – neben der frappanten Könnerschaft und unbedingten Hingabe, mit der alle die hinreißende Musik Johann Rosenmüllers darboten – die Zugewandtheit: Zugewandtheit der Musiker und Musikerinnen untereinander, die sich wechselseitig in ihrer spürbaren Musizierfreude zu befeuern schienen, besonders aber auch zum Publikum, das sich vom ersten bis zum letzten Ton als fest mit eingebunden erleben durfte. Danke für ein intensives, wunderbares Hör-Erlebnis!“

(Johannes und Dr. Edda Güntert zu unserem Konzert bei der Staufener Musikwoche am 03.08.2019)

Das von Markus Berger und dem Leiter des Leipziger GewandhausChores Gregor Meyer gegründete und künstlerisch geleitete Ensemble 1684 widmet sich vorrangig der Pflege vorbachischer Barockmusik. Im Zentrum stehen dabei mitteldeutsche Komponisten, deren Werke seltener aufgeführt werden oder ganz in Vergessenheit geraten sind. Den aktuellen  Schwerpunkt bildet das Œuvre Johann Rosenmüllers, der das zweite Drittel des 17. Jahrhunderts musikalisch wie kaum ein Zweiter geprägt hat. Insbesondere zu Rosenmüller entfaltet das Ensemble auch eine rege Forschungs- und Editionstätigkeit; die meisten der aufgeführten Werke werden aus originalen Quellen für die Programme neu aufbereitet und teilweise auch rekonstruiert. Die Künstler des Ensemble 1684 verstehen sich zudem als barockmusikalische Botschafter. Regelmäßig werden Kooperationsprojekte mit Kantoreien und (musik-)schulischen Ensembles initiiert sowie niederschwellige Konzertformate etabliert, um möglichst vielen Menschen den Reichtum mitteldeutscher Barockmusik nahezubringen.

Das Ensemble ist regelmäßiger Gast bedeutender nationalen und internationaler Festivals, wie z.B. Leipziger Bachfest, Heinrich-Schütz-Musikfest, Orgelspiele Mecklenburg-Vorpommern, MDR Musiksommer, Staufener Musikwoche u.a.  Eine erste CD mit einem Querschnitt durch das Schaffen Rosenmüllers erschien Ende 2017, eine weitere wird 2020 folgen.

„Die Orgelmaus“ Orgel für Kids

Kindertheater „Karambambini“
des Theaterpädagogischen Zentrums Zeitz

Johanna Schulze, Orgel

Wie Orgelmäuse Kindern ihr „Zuhause“ erklären

Mancher würde sich wohl erschrecken. Mäuse in der Orgel? Normalerweise sind Mäuse doch in Kellern, wo es modrig ist und so. Normalerweise, aber doch nicht, wenn es sich um richtige Orgelmäuse handelt.
Solche hatten sich neugierig an die Orgel geschlichen und dort nicht etwa das Holz angeknabbert. Nein! Sie fragen lieber der Orgel spielenden Kantorin Löcher in den Bauch. Da staunen sie nicht schlecht, wenn ihnen Johanna Schulze zeigt weshalb es dicke und schlanke, große und kleine Orgelpfeifen gibt. Und wie sie klingen! Wunderbar.

Kinder der Theatergruppe Karabambini und Kantorin Johanna Schulze gestalten ein mausepfiffiges Orgelkonzert für Kinder. Die künstlerische Leitung hat Rotraud Denecke vom Theaterpädagogischen Zentrum Zeitz (TPZZ Triton).

Foto: Johannes Schwarz

„Die Orgelmaus“ Orgel für Kids

Kindertheater „Karambambini“
des Theaterpädagogischen Zentrums Zeitz

Johanna Schulze, Orgel

Wie Orgelmäuse Kindern ihr „Zuhause“ erklären

Mancher würde sich wohl erschrecken. Mäuse in der Orgel? Normalerweise sind Mäuse doch in Kellern, wo es modrig ist und so. Normalerweise, aber doch nicht, wenn es sich um richtige Orgelmäuse handelt.
Solche hatten sich neugierig an die Orgel geschlichen und dort nicht etwa das Holz angeknabbert. Nein! Sie fragen lieber der Orgel spielenden Kantorin Löcher in den Bauch. Da staunen sie nicht schlecht, wenn ihnen Johanna Schulze zeigt weshalb es dicke und schlanke, große und kleine Orgelpfeifen gibt. Und wie sie klingen! Wunderbar.

Kinder der Theatergruppe Karabambini und Kantorin Johanna Schulze gestalten ein mausepfiffiges Orgelkonzert für Kinder. Die künstlerische Leitung hat Rotraud Denecke vom Theaterpädagogischen Zentrum Zeitz (TPZZ Triton).

Foto: Johannes Schwarz

„Poetic Psalms“ RIAS Kammerchor

„Poetische Psalmen – Poetic Psalms“

RIAS Kammerchor Berlin / Leitung: Justin Doyle

Das Konzert des RIAS Kammerchores Berlin soll ein Höhepunkt und eine Premiere im Jubiläumsjahr von Heinrich Schütz werden. Erstmalig wird auf beiden Emporen musiziert! Das wird für Besucherinnen und Besucher ein besonderes Klangerlebnis im Zeitzer Dom.

Programm

Heinrich Schütz (1585-1672)
– Singet dem Herrn ein neues Lied, Ps. 98, SWV 35

Orlando Gibbons (1583-1625)
– O clap your hands, Ps. 47

William Byrd (1539/40-1623)
– Sing joyfully, Ps. 81

Orgel/Organ

Henry Purcell (1659-1695)
– Hear my prayer, Ps. 102, Z. 15
– I was glad, Ps. 122, Z. 19
– Jehova, quam multi sunt hostes mei, Ps. 3, Z. 135

Heinrich Schütz
– Der Herr ist mein Hirt, Ps. 23, SWV 33

PAUSE

Claudio Monteverdi (1567-1643)
– Cantate Domino, Ps. 97, 95
– Dixit Dominus (1650), Ps. 110

Orgel/Organ

Heinrich Schütz
– Wie lieblich sind deine Wohnungen, Ps. 84, SWV 29

Orgel/Organ

Johann Sebastian Bach
– Singet dem Herrn ein neues Lied, Ps. 149, 150, BWV 225

Fotos: © Matthias Heyde