Beiträge

„weil ich lebe“ Heinrich Schütz Musikfest

Programmpräsentation des Heinrich Schütz Musikfestes 2022 Weiterlesen

Veranstaltungen

Schütz und die Thomaskantoren

Werke von Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein, Sebastian Knüpfer, Johann Kuhnau und Johann Rosenmüller

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Festkonzert: Schütz & Meisterschüler

Heinrich Schütz: Symphoniae Sacrae III (Auswahl)
Werke von David Pohle, Johann Theile und Christoph Bernhard

Vokal- und Instrumentalensemble Vox Luminis
Lionel Meunier, Bass und Leitung

Vox Luminis – Stimme des Lichts – nennt sich das belgische Vokalensemble, das in den vergangenen Jahren durch atemberaubende Interpretationen von Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts auf sich aufmerksam gemacht hat. Seit 2004 begeistern die Sänger und Sängerinnen um Lionel Meunier, Gründer, künstlerischer Leiter und Bass-Fundament des Ensembles, mit stilistisch vielschichtigen Programmen. Dabei lassen ihre großartigen Konzerte und preisgekrönten Einspielungen auch bislang weniger bekannte Kompositionen in neuem Licht erstrahlen.

Für das Konzert in Zeitz wiederum wenden sich die Musikerinnen und Musiker von Vox Luminis den Symphoniae Sacrae III von Schütz zu. Die klangschönen Kompositionen seiner Meisterschüler David Pohle (ab 1678 in Zeitz und ab 1682 in Merseburg tätig), Johann Theile (ab 1694 musikalischer Berater des Herzogs von Zeitz) und Christoph Bernhard (ab 1680 Hofkapellmeister in Dresden) berühren nicht weniger die Herzen der Menschen und tragen Botschaften voller Strahlkraft und Menschlichkeit in sich.

Foto: Tom Blaton

Karten: 25,- € / erm. 17,- € | Junior!:5,- €

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
– Vorverkauf mit eingeschränkten Platzkapazitäten.
– Bitte informieren Sie sich über die aktuell geltenden Hygieneregeln.

Hell und glänzend

Hell und glänzend
Ein Spaziergang durch das Zeitzer Barockschloss Moritzburg

Die Moritzburg an der Elster gehört zu den drei Residenzen der kursächsischen Sekundogeniturlinien im südlichen Sachsen-Anhalt. In der dreiflügeligen Schlossanlage spielt vor allem die Alltagswelt der albertinischen Linie derer von Sachsen-Zeitz die Hauptrolle. Beim Spaziergang durch die barocken Räume erfährt man Wissenswertes und Vergnügliches über die Bischöfe und Herzöge von Sachsen-Zeitz und ihre Angestellten.

Sonderführung mit Carmen Sengewald, Museum Schloss Moritzburg Zeitz

max. 35 Personen; Anmeldung erforderlich
Treffpunkt an der Museumskasse | Dauer: 60 bis 70 Minuten

Eine Veranstaltung des Museums Schloss Moritzburg Zeitz

Festgottesdienst

Ein Festgottedienst anlässlich
des Zeitzer Zuckerfests und des Heinrich Schütz Musikfests

Kantorei und Kammerchor Zeitz
Kantorin Johanna Schulze, Orgel und Leitung
Predigt: Pfarrer Werner Köppen

Salve mi Jesu – Sei gegrüßt, mein Jesus

Kleines geistliches Konzert

Werke von Heinrich Schütz, Sophie Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel, Christoph Bernhard, Adam Krieger, Kaspar Kittel, Georg Nauwach und Heinrich Albert

Isabel Schicketanz, Sopran und Leitung
Stefan Maass, Laute
Matthias Müller, Viola da gamba
Sebastian Knebel, Orgel

Dass „auch die löbliche Music / von den noch anhaltenden gefährlichen Kriegs-Läufften“ gestört, ja mancherorts gar im Niedergang begriffen sei, beklagte bitter Heinrich Schütz im Jahre 1636 – und schuf dennoch Werke von berückender Schönheit und tiefer Emotionalität – nur eben nicht in großen Besetzungen, die schlicht für die Aufführung nicht verfügbar waren. Und so sind die Kleinen geistlichen Konzerte, in zwei Teilen 1636 und 1639 erschienen, eine seiner charakteristischsten schöpferischen Leistungen, ein Repertoire, in dem der Komponist seine Kunst der Textvertonung in prägnantester Weise demonstriert, ein Ergebnis seiner (zweiten) Italienreise und der Begegnung mit Claudio Monteverdis musikdramatischen Werken. Solistische Vokalmusik ganz auf der Höhe der Zeit schufen auch Christoph Bernhard, Adam Krieger und andere, nicht zuletzt aber Sophie Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel, eine der wenigen bekannten weiblichen Stimmen jener Zeit.

In ihrem Programm präsentiert uns Isabel Schicketanz, gefragte Solistin für die Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts und prägnante Stimme innerhalb der Schütz-Gesamteinspielung unter Leitung von Hans-Christoph Rademann, eine Auswahl jener solistischen Werke des Sagittarius und schenkt uns damit in ihrem Solokonzert Musik voller Zuversicht und Glaubenstrost.

Karten: 18,- € / erm. 9,- € | Junior!: 5,- € (Zugang nicht barrierefrei)

Foto: Alexander Bischoff

Festkonzert: Die Thomaner

Motetten aus der Geistlichen Chor-Music 1648 von Heinrich Schütz und Werke von Hans Leo Hassler, Johann Hermann Schein, Sethus Calvisius, Steffen Schleiermacher und Samuel Scheid

Thomanerchor Leipzig
Thomaskantor Andreas Reize, Leitung

Die Liste der Kompositionen, die dem Thomanerchor gewidmet sind, ist lang. Das beeindruckendste Geschenk in acht Jahrhunderten Chorgeschichte erhielten die Thomaner am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 vom Dresdner Hofkapellmeister Heinrich Schütz. Der hatte zwar nichts mit der Thomaskirche zu tun, schätzte aber den Chor derart, dass er den Thomanern, die unter Krieg und Pest gelitten haben wie kaum ein zweites Ensemble, seine berühmte Geistliche Chor-Music widmete. – Denn er habe „in der Tat befunden, wie der Musicalische Chor zu Leipzig allezeit vor andern einen großen Vorzug gehabt“, lobte Schütz in seiner Vorrede zum Werk überschwänglich. Geschickt verband der namhafteste Musiker Sachsens sein Geschenk zudem mit einer Bitte: Die Stadt solle den Chor „wie bisher erhalten und stärken“. Die Widmung ließ sich Leipzig viel kosten: 22 Gulden und 18 Groschen sandte man nach Dresden – eine Summe, die die sonst üblichen Zahlungen nach derartigen Widmungen weit überstieg.

Karten: 20,- € / erm. 12,- € | Junior!: 5,- €

Foto: Matthias Koch

Silvester Festkonzert für Orgel und Trompete

Fulminant von Klassik bis Improvisation

Silvester-Festkonzert mit Duo Fehse-Wilfert

Jonas Wilfert wurde 1991 geboren und wuchs in Hohburg bei Leipzig auf. Seit frühester Kindheit war ihm klar, dass seine Leidenschaft der Kirchenmusik gilt. Bereits im Grundschulalter begleitete er regelmäßig Gottesdienste an der Orgel.
Ab dem 6. Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht und eine umfangreiche musikalische Ausbildung durch Horst Anders. Mit zwölf Jahren bekam er ersten Orgelunterricht von Marcus Friedrich. Sehr geprägt wurde er von seinen Lehrern Elmar Lehnen und Matthias Eisenberg. Das Studium der Kirchenmusik und der Orgelimprovisation bei Wolfgang Seifen führten Jonas Wilfert nach Berlin, wo er seit 2016 Regens chori und Organist an der historischen Hill-Orgel in St. Afra ist.
Als Solist trat er unter anderem beim Leipziger Bachfest, den Leipziger Wagner-Festtagen, im Berliner Dom und im Gewandhaus zu Leipzig, so wie in der Glasgow Cathedral auf. Für ein Improvisationskonzert über Wagner-Themen erhielt Jonas Wilfert ein Bayreuth-Stipendium der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Als Dirigent arbeitete er unter anderem mit dem Landesjugendchor Sachsen, dem Bach-Chor Berlin, der Sing-Akademie zu Berlin und dem Preußischen Kammerorchester. Seit 2018 ist er künstlerischer Leiter des Orchesters „Junges Ensemble Leipzig“. Darüber hinaus ist Jonas Wilfert als Musikschullehrer tätig.

Toni Fehse wurde 1989 in Leipzig geboren und spielt seit seinem 10. Lebensjahr Trompete. Zu seinen Lehrern gehörten Matthias Wiedemann und Wilfried Thoß. Ein wichtiger Mentor war für ihn Bernd Bartels (MDR Sinfonieorchester, Solotrompeter). Toni Fehse studierte Musikwissenschaft in Leipzig und von 2011-2013 Trompete an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Prof. Uwe Komischke. Nach einem Wechsel des Studienortes war er von 2013 bis 2016 Schüler von Prof. Tobias Willner (Sächsische Staatskapelle Dresden, Solotrompeter) an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden.
Engagements führten ihn u.a. zur Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, an das Theater & Philharmonie Thüringen Gera, an die Oper Erfurt, an die Staatsoperette Dresden sowie zur Neuen Lausitzphilharmonie Görlitz . 2013 debütierte Toni Fehse auch als Solist mit dem Barockorchester „Concerto Brandenburg“ in Berlin. Seit 2015 unterrichtet Toni Fehse im Fach Trompete am Heinrich Schütz Konservatorium Dresden sowie an der Musikschule Sächsische Schweiz e.V. in Sebnitz.

Eintrittskarten

19,00 €, ermäßigt: 15,00 €, Junior: 3,00 €

Orgelkonzert, Ton Koopman

Ton Koopman, Amsterdam
Botschafter der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts

Ton Koopman (1944) ist einer der letzten großen Pioniere der Alten Musik der ersten Stunde. Während seiner Karriere als Organist, Cembalist, Dirigent und Forscher wurde Johann Sebastian Bach zum Mittelpunkt seines Schaffens und Lebens. Aber auch Bachs Vorgänger Dietrich Buxtehude verlieh er seinen rechtmäßigen Platz in der Musikgeschichte. „Er erweckt Alte Musik in einem einzigartigen und erkennbaren Koopman-Stil zum Leben“, schrieb ein amerikanischer Rezensent. Koopman bleibt den Ideen des Komponisten treu: Bach soll wie Bach klingen, Buxtehude wie Buxtehude.

Foto: Foppe Schut

Eintrittskarten

12,00 €, ermäßigt: 10,00 €, Junior: 3,00 €

EXCHANGE – Reisewege der Musik im 17. Jahrhundert

Musik von Heinrich Schütz & Zeitgenossen
Barocktrompeten Ensemble Berlin – Leitung: Johann Plietzsch

„Himmlische Klänge und weltliche Pracht – Musik zum Lobe Gottes und gleichzeitig zur festlichen Repräsentation und Erbauung der, im damaligen Verständnis fast gottgleichen
Potentaten, zeigt in einer farbigen Instrumentenbesetzung die kompositorische Meisterschaft der Hofkomponisten in Dresden, Kopenhagen, Wien und Kremsier und vermittelt einen Einblick in die musikalische Hochkultur der deutschsprachigen Höfe des 17. Jahrhunderts.

Wenn man den übergroßen Schatz an Kunst und Musik, der im 17. Jahrhundert angehäuft wurde, betrachtet, könnte man bei abgehobenem Schwärmen darüber fast eine Tatsache vergessen:
Bis auf wenige Friedenszeiten herrschte in diesem Jahrhundert verheerende Kriege und politisch-religiöse Auseinandersetzung in fast ganz Europa. Mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung fiel dem 30jährigen Krieg zum Opfer. Von den drastischen Auswirkungen auf Kunst und Kultur ganz zu schweigen.

Und trotzdem diese Fülle an Zeugnissen von künstlerischem Schaffen. War es Trotz? War es ein Überlebenswille? Eine Vorbereitung auf die erhoffte Friedenszeit? Oder ein Rückzug ins Private, in eine innere Emigration, sich abgeschirmt von der schrecklichen Realität des Krieges ein eigenes Arkadien, eine Überlebensinsel des Schönen zu schaffen und es damit zu bewahren?

Das Barocktrompeten Ensemble Berlin zeigt in diesem Programm die Meisterschaft von Heinrich Schütz und seiner Zeitgenossen in Mitteleuropa – und die große Ambivalenz von Krieg & Frieden in der Musik des 17. Jahrhunderts.

Foto: Barocktrompetenensemble Berlin

Eintrittskarten

15,00 €, ermäßigt: 12,00 €, Junior: 3,00 €

PROGRAMM

Johann Hermann Schein (1586-1630)
Nun ist das Heil und die Kraft
Sinfonia

Johann Jacob Froberger (1616 – 1667)
Suite XII in C: Lamento sopra la dolorosa della
Real Msta. di Ferdinando IV, Rè de Roma für Orgel

Giovanni Battista Buonamente (um 1595-1642)
Sonata a 6 aus „Libro Sesto“ Venedig 1636

Claudio Monteverdi (1557-1643)
aus „l’Orfeo“ Mantua 1607
Toccata – Ritornello – Sonata – Toccata

Giuseppe Scarani (um 1610-1642)
Sonata à due

Petronio Franceschini (1651-1680)
Sonata in C

Alessandro Piccinini (1566-1638)
Toccata & Romanesca für Theorbe

Pavel Josef Vejvanovsky (um 1640 – 1693)
Serenada XXIII

Philipp Jacob Rittler (um 1637 – 1690)
Sonata a tre

Antonio Bertali (1606-1669)
Sonata Sublationis

Matthias Weckmann (1619-1674)
Toccata in d für Orgel

Heinrich Schütz (1585-1672)
Buccinate & Jubilate SWV 275 | 276

DAS ENSEMBLE

Barocktrompeten Ensemble Berlin – Leitung: Johann Plietzsch
Violinen – Rahel Mai, Prisca Stalmarski
Viola da Gamba – Heidi Gröger
Trompeten – Johann Plietzsch, Christian Ahrens
Pauken & Perkussion – Wolfgang Eger
Posaunen – Bernhard Meier, Louise Oakes, Volkmar Jäger
Theorbe – Pedro Alcácer
Orgel – Martin Knizia

Über das Ensemble

Das Barocktrompeten Ensemble Berlin, von Johann Plietzsch 1990 gegründet, ist spezialisiert auf die Trompetenmusik von 1500 -1800. Das Repertoire des Ensembles reicht so von den frühesten überlieferten Aufzugs- und Festmusiken der höfischen Trompetergruppen über die Musik der Blütezeit der Clarinblaskunst in Europa – Ende des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts – bis zu den Trompetenpartien im Orchester der Klassik.

Den Kern des Ensembles bilden vier Barocktrompeten und Pauken. Die Zusammenarbeit mit Sängern und weiteren Instrumentalisten erlaubt es, den großen Umfang der musikalischen Möglichkeiten der historischen Instrumente – von intimster Kammermusik bis zum vollklingenden höfischen Musikgepränge  – in allen Facetten zu zeigen und so dem Zuhörer den Klangreichtum der Alten Musik sehr nahe zu bringen.

Das Barocktrompeten Ensemble Berlin arbeitete bisher bei Konzerten und Aufnahmen mit dem Bremer Barockorchester, Musica Alta Ripa Hannover, dem Sächsischen Barockorchester Leipzig, der Batzdorfer Hofkapelle, Musica Florea Prag und dem Ensemble Consortium Sedinum, Stettin zusammen. Das Ensemble konzertierte bisher beim Festival „Alte Musik Utrecht“, dem Festival „Trigonale“ (Maria Saal – Österreich), bei den Berliner Bach – Tagen, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, den Göttinger Händelfestspielen, den Musiksommerfestivals in Sachsen – Anhalt und Mecklenburg – Vorpommern, dem Musikfest auf Schloß Weikersheim, dem Hohenloher Kultursommer-Festival und war Gast der Internationalen Sommerakademie für Alte Musik Schloss Wilanow, Warschau. Konzertreisen führten das Barocktrompeten Ensemble Berlin nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien, Norwegen, Dänemark, Israel, Frankreich, Tschechien und Polen.   

Neben zahlreichen Konzertverpflichtungen und als Gast-Ensemble bei CD-Produktionen produziert das Barocktrompeten Ensemble Berlin jährlich ein bis zwei eigene Konzertprogramme, in denen, abseits vom gängigen barocken Konzertrepertoire für Trompeten, in Archiven neu entdeckte Alte Musik in sehr farbenprächtigen Besetzungen aufgeführt werden.
So erschienen beim Label Edition Raumklang die CD’s „Tromba Hispanica“ – Spanische Hoftrompeter- musik des 17. Jahrhunderts (2011), CD „The King’s Christmas“ – Weihnachten am Hof der englischen Könige (2012) und „Mr. Handel’s Trumpeters“ – Englische Trompetenmusik von Purcell bis Händel (2015).

Alle Produktionen erhielten hervorragende Kritiken in der Fachpresse und wurden europaweit im Radio gesendet.

Quelle: Barocktrompetenensemble Berlin