Spitzensolisten bei Juni- Euleorgelkonzerten

Presseinformation

Im Juni erwarten die Musikfreunde in Zeitz zwei hochkarätig besetzte Konzerte. Virtuose Musik erklingt bei „Stylus Phantasticus“ am 2. Juni im Zeitzer Dom. An gleicher Stelle gibt es erstmals ein Konzert des Musikfestes „Unerhörtes Mitteldeutschland“.

02. Juni 2019 / 17:00 / Dom St. Peter und Paul
„Stylus Phantasticus“ Virtuose Musik um Dietrich Buxtehude für Viola da gamba und Orgel mit Werken von Georg Böhm, J. S. Bach, G. Ph. Telemann und August Kühnel

An der Viola da gamba zu erleben ist Thomas Fritzsch, Sonderbotschafter des Burgenlandkreises und an der  Orgel spielt– Michael Schönheit, Gewandhausorganist Leipzig und Domorganist Merseburg!

Über Michael Schönheit

Michael Schönheit, geboren in Saalfeld, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei seinem Vater Walter Schönheit und war Mitglied der Thüringer Sängerknaben. Von 1978 – 1985 studierte er Dirigieren, Klavier und Orgel an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“. 1984 wurde er Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig.

Von 1985 bis 1991 war er als Organist und Kantor in Saalfeld tätig. 1986 wurde er zum Gewandhausorganisten berufen. Hier umfasst sein Wirkungsbereich die Gestaltung der Gewandhausorgelkonzerte, thematischer Zyklen, die Mitwirkung in den Gewandhauskammermusiken sowie Auftritte als Solist mit dem Gewandhausorchester.

Seit 1994 ist Michael Schönheit künstlerischer Leiter der Merseburger Orgeltage, die sich zu einem der führenden Orgelfestivals in Deutschland entwickelt haben. Seit 1996 ist Schönheit zudem Domorganist in Merseburg.

Im Jahre 1998 gründete er das Ensemble Merseburger Hofmusik, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Musik vom 17. bis zum 19. Jahrhundert auf Instrumenten historischer Mensur zu spielen.

Von 1998 bis 2005 leitete Michael Schönheit den Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg.

Michael Schönheit ist darüber hinaus ein gefragter Gastorganist. Seine Konzerttätigkeit erstreckt sich über die europäischen Länder hinaus bis in die USA und nach Japan.

Als Solist gastierte er neben dem Gewandhausorchester bei so renommierten Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Orchestra  dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia  Rom,  dem New York Philharmonic Orchestra u.v.a.. Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ist er als Jurymitglied tätig.

Neben seiner Tätigkeit als Organist und Ensembleleiter widmet sich Schönheit seit vielen Jahren dem historischen Hammerklavier. Er spielt einen historischen Hammerflügel der Firma John Broadwood aus dem Jahre 1805 und einen Hammerflügel von Franz Bayer Wien aus der Zeit um 1825.

Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen ergänzen sein vielseitiges künstlerisches Wirken.  So erschienen in den Jahren 2005 und 2006  bei MDG viel beachtete CDs mit Werken von J.S. Bach, Liszt, J. Reubke und M. Reger auf der großen Ladegast-Orgel im Merseburger Dom. 2010 erschien bei Decca die Einspielung der Sechs Brandenburgischen Konzerte von Bach mit dem Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly, bei der Schönheit den Cembalosolopart des 5. Brandenburgischen Konzertes übernahm. Mit der Merseburger Hofmusik erschien im Jahre 2013  beim Verlag Kamprad die Gesamteinspielung des  Orchester- und Kantatenwerkes von Johann Ludwig Krebs. Dieser Produktion folgten beim gleichen Verlag 2016 die Veröffentlichung von Joseph Haydn’s Oratorium „Schöpfung“, des Requiems op. 144b von Max Reger und des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms. In diesem Jahr erscheint zum 20-jährigen Bestehen der Merseburger Hofmusik und des 25-jährigen Bestehens des Collegium Vocale Leipzig eine Produktion der Messe H-Moll von Johann Sebastian Bach.

Zum 200. Geburtstag von Friedrich Ladegast am 30. August 2018 erscheint eine Einspielung des historischen  Konzertprogramms zur Einweihung der Merseburger Domorgel Friedrich Ladegasts im Jahre 1855.

Für seine Verdienste um die Restaurierung der Merseburger Domorgel und die Entwicklung der Merseburger Orgeltage zu einem Festival von hohem Rang wurde Michael Schönheit im Jahre 2015 mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

Über Thomas Fritzsch

Seine Leidenschaft ist die Pionierarbeit auf einem fast vergessenen Gebiet der Musikgeschichte. Im Fokus seiner Tätigkeit steht die Instrumentenfamilie des Violoncello. Thomas Fritzsch, geboren und aufgewachsen in Zwickau, erhielt seinen ersten Cello-Unterricht am Konservatorium Zwickau und studierte anschließend an der Musikhochschule Leipzig.

Nach mehreren Posten als Cellist in verschiedenen Orchestern entschied er sich für eine freiberufliche Karriere, um als Spezialist für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, seiner heutigen Haupttätigkeit, der Forschungen rund um das historische Violoncello, nachzugehen. Heute zählen neben dem modernen Cello das Violoncello piccolo und das Basse de Violon ebenso zu seinem Instrumentarium wie das Barockcello. Gleichzeitig forscht Thomas Fritzsch an der Wiederentdeckung verschollener Werke und ist auf zahlreichen Ersteinspielungen frühromantischer Kammermusik mit originalem Instrumentarium zu hören.

Als gefragter Solist arbeitete er unter anderem mit dem Dirigenten Riccardo Chailly, dem Gewandhausorchester und dem renommierten Thomanerchor Leipzig zusammen, geht an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland unterschiedlichen Lehrtätigkeiten nach und ist als Publizist und Herausgeber musikwissenschaftlicher Werke aktiv.

30. Juni 2019 / 17:00 / Dom St. Peter und Paul
„Unerhörte Trompeten & Orgelklänge“
9. Musikfest „Unerhörtes Mitteldeutschland“, Abschlusskonzert

Im Konzert des Vereins Straße der Musik e.V. in Kooperation mit dem Förderverein Musikfreunde Eule-Orgel Zeitzer Dom e.V.   erleben die ZuhörerInnen:
Joachim Karl Schäfer  an der Trompete  und Matthias Eisenberg an der Eule-Orgel

Über Matthias Eisenberg

Matthias Eisenberg wurde in Dresden geboren.

Er war zunächst Mitglied des Dresdner Kreuzchores und später Student an der Musikhochschule Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig bei Wolfgang Schetelich. Von 1980 bis 1986 Gewandhausorganist in Leipzig und danach Kirchenmusiker in Frankfurt, Hannover und Keitum auf Sylt, seit 2004 in Zwickau.
Außerordentlich umfangreiche Konzerttätigkeit auf allen Kontinenten als Organist und Cembalist sowie Rundfunk-, Fernseh-, Schallplatten- und CD – Aufnahmen (u. a. das gesamte Orgelwerk Johann Sebastian Bachs). Er ist Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe, u. a. des Leipziger Bachwettbewerbes.

Über Joachim Karl Schäfer

Joachim Karl Schäfer wurde in Dresden geboren, studierte in seiner Heimatstadt an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ und gilt als herausragender Musiker der neuen Trompeter-Generation. Joachim K. Schäfer ist Gründer und Leiter seines nach ihm benannten Trompetenensembles. Zudem gründete Joachim K. Schäfer jüngst das Kammerensemble Die Dresdner Bach – Solisten, bestehend aus Musikern namhafter Orchester.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Preußischen Kammerorchester. Er konzertierte beispielsweise beim Choriner Musiksommer, dem Heidelberger Frühling, den Klosterkonzerten Preetz, den Weilburger Schlosskonzerten, dem Quedlinburger Musiksommer und den Internationalen Bachtagen Hessen & Thüringen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Italien, Spanien, Frankreich, Tschechien, Polen, Slowakei und in die USA.

Programm

Johann Ludwig Krebs {1713–1780}
Toccata und Fuge in E für Orgel – Solo

Gottfried Heinrich Stölzel {1690–1749}
Konzert in D-Dur für Trompete und Orgel
Allegro – Andante – Allegro

Carl Loewe {1796–1869}
aus 20 Choralvorspiele für Orgel – Solo
3. Aus meines Herzens Grunde
11. Lobe den Herren
13. Nun danket alle Gott
14. Nun ruhen alle Wälder
18. Was Gott tut, das ist wohlgetan

Georg Philipp Telemann {1681-1767}
Sonate in g-Moll für Trompete und Orgel
Andante – Allegro – Andante – Vivace

Johann Christoph Altnikol {1719–1759 }
Sonata in C für Orgel – Solo
Allegro un poco – Largo e Affettuoso – Vivace

Gottfried August Homilius {1714–1785}
Choralbearbeitungen für Trompete und Orgel
1. O Heilger Geist, kehr bei uns ein HoWV X.2
2. Komm, Heiliger Geist HoWV X.1

Johann Samuel Beyer {1669–1744}
Choralvariationen für Orgel – Solo
1. Nun komm, der Heiden Heiland
2. Gottes Sohn ist kommen
3. Lobt Gott, ihr Christen alle gleich
4. Gelobet seist du, Jesu Christ
7. Herr Christ, der einig Gottes Sohn

Georg Friedrich Händel {1685–1759}
Suite in D-Dur für Trompete und Orgel
Ouvertüre – Gigue – Aire (Menuetto) – Bourrée – Marsch

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.